Die vor zwei Wochen erschienene Gallup-Studie zum Zugang zu Informationstechnologien in China dokumentiert einen massiven Anstieg in Computerverbreitung und Internetzugang im privaten Kontext. Während sich die Zahl der zu Hause verfügbaren Computer von 2004 bis 2009 auf 27% mehr als verdoppelt hat, ist bei dem privaten Zugang zum Internet von 2006 bis 2009 fast eine Verdreifachung auf 23% zu verzeichnen.
Sowohl in städtischen als auch in ländlichen Gebieten stieg der private Zugang zum Internet an, die Stadt-Land-Kluft hat sich jedoch vertieft: In 2009 haben 42% der Stadtbewohner zu Hause einen Zugang zum Internet gehabt, 14% mehr als 2008. Im ländlichen China zeigt der private Internetzugang mit 11% im Jahre 2009 zwar eine deutliche Steigerung zu den 3% des Jahres 2008, allerdings auch, dass nur jeder 9 Landbewohner diesen Kommunikationskanal zu Hause nutzen kann.
Der wachsende Zugang zum Internet in China – seit 2007 alleine rund 90 Millionen User mehr – wird den Bedarf an digitalen Produkten und Serviceleistungen steigern – für Unternehmen und Institutionen öffnen sich dadurch neue Kundenschichten, neben den urbanen Bevölkerungen zunehmend auch Konsumenten in ländlichen Regionen Chinas.
Die „network effects“ von Informationstechnologien werden diese Entwicklungen zusätzlich beschleunigen: “As more Chinese begin to use online communication, the value of access increases for everyone, driving demand among those who don’t have it.”

