WAZ kündigt dpa. Qualitative Informationen auch aus dem Internet.

Seit dem 1. Januar 2009 wird die WAZ-Gruppe – “Westdeutsche Allgemeine Zeitung” und auch sein Online-Portal DerWesten nicht mehr mit dpa-Meldungen beliefert (“Deutsche Presse-Agentur”). Der Vertrag ist mit Ende 2008 ausgelaufen und wurde nicht verlängert.

Gute Inhalte frei verfügbar im Internet

Laut Chefredakteur Ulrich Reiz werde man jedoch auch weiterhin Agentur-Meldungen beziehen – von alternativen Anbietern. Unter anderem der “Agence France Presse” – AFP. AFP wird vom französischen Staat subventiioniert und kann gegenüber dem Konkurrenten dpa günstiger Anbieten. Darüber hinaus bekomme man gute Inhalte frei verfügbar im Internet. Qualitativ hochwertige journalistische Arbeit könne und werde dadurch jedoch nicht ersetzt.

Nutzer schaffen Nachrichten

Eine Frage wirft sich auf: wenn alles im Internet gratis wird, woher kommen dann noch qualitativ hochwertige Inhalte? Abgesehen von den etablierten Agenturen tatsächlich auch von Bloggern. Sie schaffen sogenannte User Generated Contents. Oftmals sind sie näher am Geschehen und vor allem mit ihren Informationen schneller als andere Newskanäle, wie allein die heutige tragische Flugzeug-Notlandung vor Manhatten zeigt: laut turi2.de befand sich iPhone-Nutzer Janis Krums auf einer zu Hilfe eilenden Hudson-Fähre, machte ein Photo und sendete es via Twitter auf TwitPic. Nutzer schaffen Nachrichten.

Quelle: jkrums, twitpic

Ein konsequenter Schritt

Das Internet verändert insbesondere die Medienbranche massiv und stellt etablierte Geschäftsmodelle massiv in Frage. Die WAZ-Gruppe verzichtet nicht auf Agenturmeldungen und ergänzt ihr Nachrichtenportfolio mit Inhalten aus neuen Kanälen – offline und online. Sie macht einen konsequenten Schritt nach vorne, um weiterhin kompetenter Absender von Nachrichten zu sein und stärkt damit nachhaltig ihre Marke. Wie dpa auf die Marktveränderungen reagieren wird bleibt abzuwarten.

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